aus der Broschüre

Ein Ausschnitt aus dem Beitrag
«Präsent und sperrig»

von Thomas Wolfensberger

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Die Bildordnung ist durch eine bewusste Unauffälligkeit geprägt, welche die atmosphärische Präsenz ins Zentrum der Arbeit stellt. Es ist also weder gesuchter Realismus noch durch Pinselduktus geprägte Abstraktion, welche die Motivumsetzungen prägen, sondern die Suche nach wesentlichen Farbklängen einer Impression. Farborte und deren Gewichtung auf der Leinwand werden so aufgetragen, dass sie dem situativen Eindruck am meisten gerecht werden.
Seine Eigenart, viel Lichtpigment in den Schattenpartien und genauso viele verdunkelnde Farbpigmente in hellen Bildpartien zu vermalen, ist nicht nur als Metapher zu verstehen, sondern zeugt vor allem von grossem malerischen und sensiblen Geschick.

Dass dieses überzeugende malerische Werk von einem sympathischen Menschen stammt, wertet dieses weder auf noch ab. Man darf es jedoch mit Freude zur Kenntnis nehmen

Ein Ausschnitt aus dem Beitrag
«Zeitlos, respektvoll, expressiv»

von Urs Hobi

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Die Wahl der Motive scheint bewusst unspektakulär. Sie bewegen sich in den Meridianen des Vertrauten, des unmittelbar Gesehenen, Nahestehenden, des Liebgewonnenen. Visionäres ist nicht gefragt. Sie sind vielmehr Resultate des selektiven, sentimentalen, aber auch forschenden Blicks des Malers, der sich seiner Umgebung bewusst werden will, sie fassen will und in der künstlerischen Umsetzung die adäquate Form anstrebt.

In respektvoller Distanz – so scheint es – geht er beobachtend auf die Objekte zu, um sie dann schliesslich in einer entscheidenden Befindlichkeit zu ertappen, einzufangen, und ins Blickfeld zu rücken. Kein schneller Augenblick, wie beispielsweise in der Fotografie, sondern ein genaues Hinsehen und Verweilen sind die unabdingbaren Voraussetzungen dazu.

Und dann sind es Ilgs expressive malerische Gestaltungsmittel, die in bildräumlicher oder farbklanglicher Bestimmt- oder Offenheit die spezifischen Sichten, Stimmungen, Gefühle und Seelenlagen einzufangen vermögen, mit dem selbst formulierten Anspruch, “einen zwitschernden Vogel wirklich wahrnehmen” zu können.



Mehr zur 2007 im Wolfsberg-Verlag erschienenen Broschüre und Bestellinformationen finden Sie hier >




«Man sollte so malen, wie es regnet. »
Daniel Ilg, 8. August 1996

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